Die denkwürdigsten Meister

1. Manchester City – Agueroooo!

Ein besonderes Ende hatte die Saison 2010/2011 der Premier League. Die beiden Klubs aus Manchester, Manchester City und Manchester United, dominierten in dieser Saison die Liga und hatten einen großen Vorsprung auf die anderen Vereine. Die Liga blieb bis zum letzten Spieltag spannend. Manchester United spielte in seinem letzten Spiel gegen Sunderland und Manchester City spielte zuhause gegen die Queen Park Rovers. Beide Klubs hatten 86 Punkte auf dem Konto. Der einzige Unterschied war, dass Manchester City eine bessere Tordifferenz hatte.

Am Tag der letzten Spielrunde, übernahm Manchester United in der ersten Halbzeit, durch ein Tor von Wayne Rooney, die Führung. Die Nachricht das Manchester City zu diesem Zeitpunkt 2:1 hinten lag, hatte die United Fans erreicht, die logischerweise in Partylaune waren. Edin Dzeko erzielte in der 92 Minute für City den Ausgleichstreffer, aber alle dachten es sei bereits zu spät. Doch dann, drängte sich Agüero plötzlich durch die Abwehr von Queens Park Rovers und schoss den Ball an Torwart Kenny vorbei. Der Kommentator bei diesem Spiel, Martin Tyler, ließ in dem Moment den (mittlerweile) bekannten Schrei aus: Aguerooooooooooo! Manchester City ging somit als einer der denkwürdigsten Meister der Premier League in die Geschichtsbücher ein.

Aguero feiert Siegtor

2. Arsenal – The invincibles

Die Mannschaft aus der Saison 2003/2004 von Arsenal ist sicherlich einer der unvergesslichsten Premier League Meister die es gibt. Arsenal Ikone Arsène Wenger war zu dem Zeitpunkt Trainer des Klubs aus Nord London. Arsenal war unter dem Franzosen sehr erfolgreich. Die Gunners wurden in der ersten Saison nach der Jahrhundertwende Meister und auch im darauf folgenden Jahr. Für die Saison 2003/2004 war Arsenal jedoch nicht unter den Titelfavoriten. Manchester United hatte eine starke Mannschaft, unter anderem mit Ruud van Nistelrooy und Chelsea hatte gerade £100 Millionen für die Verstärkung der Mannschaft ausgegeben, während Arsenal nur den deutschen Torhüter Jens Lehmann verpflichtet hatte.

Obwohl die Erwartungen nicht sehr hoch waren, erlebte Arsenal eine unvergessliche Saison. Relativ schnell schied Arsenal in der Champions League, im FA Cup und im League Cup aus. Dies waren schwere Rückschläge für den Verein, doch in der Liga lief alles perfekt. Arsenal verlor in der Premier League kein einziges Spiel. Arsenal erreichte 90 Punkte durch 26 gewonnene Spiele und 12 Remis. Als krönender Abschluss der Saison, fand das letzte Spiel an der White Hart Lane bei Rivalen Tottenham Hotspur statt. Das Team von Arsenal, mit Spielern wie Thierry Henry und Jens Lehmann, erhielt aufgrund dieser einzigartigen Leistung den Spitznamen „The Invincibles“.

Henry und Bergkamp mit Pokal

3. Leicester City – Vom Aufsteiger zum Meister

Der überraschendste Klub in der Liste der Premier League Meister ist natürlich Leicester City. Der Verein war lange Zeit ein fester Bestandteil der zweiten Liga in England, bis der Klub, unter Trainer Nigel Pearson 2013/2014 den Aufstieg schaffte. Der Titel in der Championship (zweite Englische Liga) wurde als großer Titel durch die Leicester City Fans gefeiert. Als Leicester 2014 wieder in der Premier League spielte, war es das große Ziel den Klassenerhalt zu schaffen. Dies schafften Sie und belegten am Ende der Saison den 14. Tabellenplatz.

Aber was in der nächsten Saison in der Premier League (2015/2016) passierte, überraschte alle. Unter dem italienischen Trainer Claudio Ranieri hatte Leicester einen hervorragenden Start und das Team gewann viele Spiele und landete auf dem ersten Tabellenplatz. Alle dachten, dass die Mannschaft von jetzt an nur noch Punkte verlieren würde. Aber als dies nicht geschah, wurden auch die Top-Klubs aufmerksam. Die Starspieler von Leicester, Jamie Vardy und Ryad Mahrez, erzielten weiterhin Tore und hinten hielten Morgan und Huth und im Mittelfeld Kante das Tor frei. Zum Ende der Saison hatte Leicester City einige Punkte mehr als der Rest erzielt und jeder fing an, an eine Leicester Meisterschaft zu glauben. Und das Wunder geschah: Nach 38 Spieltagen befand sich Leicester City auf Platz 1 in der Premier League mit einem 10 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Arsenal. Das Märchen, Meister der Premier League zu werden, war wirklich wahr geworden!

Leicester feiert Meisterschaft

4. Manchester United – Das Triple

Die Saison 1998/1999 war einer der erfolgreichsten in der Geschichte von Manchester United. Der schottischer Trainer Alex Ferguson war in diesem Jahr für Manchester United verantwortlich. Das Team bestand aus einer ausgewogenen Mischung aus Topstars und jungen Spielern wie Brian McClair, Gary Pallister und David Beckham.

Die Mentalität und Qualität von Manchester United waren die Schlüssel zum Erfolg in der Saison. Manchester United war der erste englische Verein, der die Champions League, die Premier League und den FA Cup gewinnen konnte. Nach dieser Saison war United offiziell der reichste Fußballverein der Welt, und weitere Erfolge folgten. In den drauffolgenden vier Jahren dominierte Manchester United die englische Liga. Sie wurden noch dreimal Meister.

Man United feiert Meisterschaft

5. Chelsea – The Special One

Im Jahr 2004 saß der portugiesische Trainer Jose Mourinho zum ersten Mal auf der Trainerbank in der Premier League, nämlich beim FC Chelsea. Der damals junge und etwas unerfahrene Mourinho kam vom FC Porto, wo er seinem Namen einen weltweiten Ruf verliehen hatte, indem er innerhalb von nur zwei Saisons, den Pokal, 2 Superpokale, 2 Meisterschaften, die Europa League und die Champions League gewann. Angesichts dieser Leistung war es kein Wunder, dass Chelsea den Trainer haben wollte.

Chelsea war zu diesem Zeitpunkt seit 50 Jahren nicht mehr Meister gewesen. In der Saison 2003/2004 waren sie ganz knapp dran gescheitert den Titel zu gewinnen. Mit dem damaligen Trainer Claudio Ranieri wurden sie Zweiter. Mourinho sollte es besser machen als Ranieri und den Verein zur langersehnten Meisterschaft führen. Und er tat es. Chelsea wurde in der Saison 2004/2005 Meister und brach alle möglichen Rekorde. Zu dem Zeitpunkt waren sie mit den meisten Punkten Meister geworden, nämlich 95! Außerdem hatten sie die meisten Auswärtsspiele gewonnen und die wenigsten Gegentore erhalten. Mourinho, auch der Besondere genannt, machte sich sofort als absoluter Spitzentrainer bemerkbar.

Mourinho mit dem Pokal

Unserer Meinung nach, sind das die denkwürdigsten Meister der Premier League. Wollen Sie mehr über die Premier League lesen? Dann schauen Sie sich unseren Blog und unsere Reisetipps an.