Fußballreise zu Atlético Madrid: das neue Wanda Metropolitano!

Deine Fußballreise zu Atlético Madrid sieht seit kurzem ein bisschen anders aus, um genau zu sein, seit dem 16. September. An diesem Tag hat Atlético Madrid zum ersten Mal in seinem neuen Stadion gespielt: Wanda Metropolitano. Es war ein Auftakt nach Maß, Atleti gewann 1:0 gegen Malaga durch einen Treffer von Antoine Griezmann. Im Folgenden beleuchten wir die wechselvolle Geschichte des neuen Stadions in seinen verschiedenen Etappen.

1.Leichtathletikweltmeisterschaften 1997
Auf Grund der auffälligen Dachkonsturktion wird Wanda Metropolitano im Volksmund auch Estadio La Peineta (Stadion der Kamm) genannt. Mit dem Bau des Stadions wurde bereits im Jahr 1990 begonnen. In Madrid wollte man damit die Bewerbung der Stadt für die Austragung der Leichtathletikweltmeisterschaften im Jahr 1997 unterstreichen. Trotz aller Bemühungen hatte die Stadt das Nachsehen, die Leichtathletik WM 1997 wurde in Athen ausgetragen.

2.In der Zwischenzeit…
In den folgenden Jahren wurde La Peineta nur sporadisch benutzt. 1996 wurde das Rückspiel der Supercopa de Espana in diesem Stadion gespielt. Obwohl Atlético Madrid mit 3:1 gegen den FC Barcelona gewann, ging der Supercup nach Barcelona, da der FC das Hinspiel mit 5:2 für sich entschieden hatte.

3.Olympische Spiele 2016
Nach Jahren, in den denen in La Peineta immer wieder Leichtathletikwettkämpfe ausgetragen wurden, entschied man 2004, es zu schließen. Als die Stadt Madrid beschloss, sich für die Austragung der Olympischen Spiele 2016 zu bewerben, sollte La Peineta dabei eine der Hauptrollen spielen. 2009 wurden die Olympischen Spiele dann an Rio de Janeiro vergeben. Wieder ging Madrid leer aus.

4.Wirtschaftskrise in Spanien
Anfang 2008 glaubte man noch an das „spanische Wunder“, es wurden neue Pläne für La Peineta geschmiedet: Atlético Madrid sollte hier seine neue feste Spielstätte finden. Mit dem Verkauf des Grund und Bodens von Estadio Vincente Calderón wollte Atleti den Umbau von La Peineta finanzieren. Der Ausbruch der Finanzkrise stürzte Spanien in eine Wirtschaftskrise und der Umbau kam zum Erliegen. Bis heute sind viele Bauprojekte aus jener Zeit unvollendet. Auch in Valencia ist das neue Stadion bis heute nicht realisiert.

5.Wanda springt in die Bresche
Trotz der Krise und aller Schwierigkeiten hielt man bei Altético an dem Wunsch nach einem neuen Stadion fest. Die ungünstige Lage von Vincente Calderón eingeklemmt zwischen Fluss und Autobahn, verhinderte eine Weiterentwicklung der alten Spielstätte. Mit Hilfe des chinesischen Sponsors Wanda konnte Atlético die neuen Stadionpläne schließlich umsetzen. Der Bau ging einher mit einer positiven Entwicklung der spanischen Wirtschaft und mit spielerischen Erfolgen des Vereins. Atlético konnte 170 Millionen Euro selber bezahlen, die restlichen 311 Millionen wurden aus dem Verkauf des Bodens des alten Stadions finanziert. „Metropolitano“ ist eine Referenz an das Stadion, in dem Atlético bis 1966 seine Heimspiele austrug. Ende gut, alles gut!

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